Bridge macht Spass Bridge fordert den Geist Bridge 2014 - Deutsche Fan-Seite Bridge ist ... ... ein irres Kartenspiel
 
 
14
November
2013

Champions Cup 2013

Wir stehen jetzt hier in Opatija zwischen den Neurussen Lauria - Versace, Italien, Monaco, Niederlande, Polen und noch 6 anderen Teams und warten auf die Eröffnung des diesjährigen Champions Cup, also der Champions League im Bridge.
Um 17:00 gegen Russland, um 21:15 gegen Niederlande und dann ist Schluss für heute. Morgen früh gegen Polen. Dann werden wir wissen, ob wir nach der Vorrunde überhaupt einen der ersten beiden Plätze schaffen können und wieviel Punkte wir dafür noch aus den Letten beiden Matches brauchen.
Tut mir leid Leute, es ist mal wieder Daumendrücken angesagt, wir haben eine schwere Gruppe.

Jetzt kommentieren Autor: joefri 14.11.2013 16:30
30
September
2013

Senioren

Es ist geschafft! Das Match gegen USA 2 (Passel, Wold, Jacobus, Hayden, Battes, Lynch) war harte Arbeit.
Ein kleiner Vorsprung nach der ersten Runde (da spielte noch die Sponsorin mit) wurde immer mehr und mehr aufgebraucht, mit 2 IMPs Vorsprung sind wir in die letzte Runde gegangen.
Dazu kam extrem langsames Spiel, das heisst, alle anderen Kaempfe waren laengst vorbei, als unsere "Doktoren" noch am Werk waren.
Von Zeit zu Zeit hoerte man ein Jubeln, konnten nur die anderen sein (erst Italien, dann die USA-Damen), da unser Kampf so eng war, das auch noch das vorletzte und letzte Board eine Entscheidung bringen konnte.
Als wir dann die Tuer vom geschlossenen BBO-Raum oeffneten, durften wir die ersten Glueckwuensche in Empfang nehmen.
Heute ist Heimreise, einige fliegen schon frueh morgens, andere im laufe des Tages.
Es war eine schoene Zeit hier auf Bali, die wir aber zum groessten Teil im neu erbauten Convention Center verbracht haben, in welchem heute die APEC beginnt. Dort wird neben Obama natuerlich auch Angela Merkel erwartet.

Jetzt kommentieren Autor: kareen schroeder 30.09.2013 00:22
28
September
2013

Senioren

Sorry, dass ich mich erst jetzt zu Wort melde - bisher hat einfach die Zeit gefehlt.
Ich kann auch nicht ueber schoene Ausfluege berichten, das muessen unsere Damen tun und uns einfach in die Schoenheit der Insel durch Erzaehlungen ihrer Erlebnisse mitnehmen.
Unsere "alten Herren" zeigen, dass sie noch keineswegs zum alten Eisen gehoeren und mit ihnen zu rechnen ist.
Der Kampf gegen Indonesien hat die Moral des Teams unterstrichen: beim Fruehstueck mit minus 51 war Zuversicht vorhanden.
Diese hat sich dann durch konzentriertes Spielen und Kampfgeist bewahrheitet.
Gestern dagegen, gegen Frankreich 2 vorne, war die Stimmung sehr angespannt, was sich nach Segment 4 und 5 auch nicht geaendert hat.
Und dann kam der Lauf, den man einfach braucht. Das ganze wurde hier (es war das engste und spannendste Match) im Vugraph (mit Kamera und Kommentierung) uebertragen.
Nun bitte noch einmal die Daumen druecken, USA 2 ist ein schwerer Gegner und es geht wiederum ueber 96 Boards.
Trotzdem kann ich schon jetzt sagen: ich bin stolz auf meine Jungs!

1 Kommentar Autor: kareen schroeder 28.09.2013 01:49
20
September
2013

Bodies and Dogs

Vor 2 Tagen haben unsere Damen, die ja alle nicht spielen dürfen, ihren zweiten Ausflug gemacht. Künstlerdorf und Affenwald standen auf dem Programm. Im Affenwald gab es natürlich diebische Affen, die zum Glück bis auf kleine Flasche Wasser nichts erwischen konnten. Mein Sohn hatte vom Führer gleich einen Stock bekommen, damit er die frechsten Biester damit vertreiben kann. Mitten im Wald gab es auf einmal eine große Versammlung festlich gekleideter Hindus. Diese haben auf dem Friedhof fleissig Leichen ausgebuddelt, um diese dann einzeln auf Wellblechen zu verbrennen. Die Leichen waren alle eingepackt und es gab keine Knochen zu sehen und es soll auch nicht gerochen haben. Einige Päckchen waren aber schon ganz schön klein, was auf eine bereits längere Lagerungsdauer schließen lässt.
Die Hindu werden ja normalerweise nicht begraben, sondern verbrannt, damit das Karma wieder frei wird und in einem neuen Körper wiedergeboren wird. Nun ist solch eine Verbrennung aber richtig teuer. Eine ordentliche kostet 70 Millionen Rupiah, was etwa 5.000 Euro entspricht. In der einfachen Ausführung muss man immer noch 2.500 Euro investieren, was für die meisten Familien ein Vermögen ist. Also werden die Toten erstmal eingebuddelt und gespart. Entweder hat man irgendwas das Geld zusammen und bekommt seine Einzelverbrennung oder die Gemeinde springt irgendwann ein und organisiert die Massenverbrennung.
Trauer über den Tod gibt es bei den Hindu übrigens nicht, da ja alles gute Menschen sind und damit bei der Wiedergeburt eine höhere Stufe erreichen.
Erzählt haben die Mädels das beim Abendessen. Aber wir haben uns bei einem herrlichen Essen am Meeresstrand trotzdem nicht den Appetit verderben lassen.

Heute morgen bin ich schon um kurz nach 06:00 zum Strandlauf los. Der Tag begann daher mit einem Sonnenaufgang am Meer. Da war ich natürlich nicht der Erste, es war bereits ein Dutzend Japaner da (normale, keine Bridgespieler), die das fotografierten. Heute gings mal wieder Richtung Süden, Abwechslung muss sein. Theoretisch am Meer entlang, aber das war eigentlich gar nicht da. Ebbe und Flut erzeugen hier ganz schöne Unterschiede und bis zum etwa 100 Meter vorgelagerten Riff gab es kaum Wasser. Ich bin echt gespannt, wie der Boss es schafft, morgens im Meer zu baden, da muss ich ihn nachher mal fragen. Da ich früh unterwegs war, dachte ich, ich laufe mal etwas weiter und schaue, wie weit man an der Strandpromenade so kommt. 2,5 Kilometer wusste ich ja schon. Mit 3 kurzen Zwischenstücken am Strand (was hier extrem anstrengend ist wegen sehr tiefen Sands) kam man auch immer wieder zu einem neuen Hotel mit gepflasterten Wegen. Aber nach etwa 4 Kilometern war es dann mal wieder soweit: Hotel zu Ende, Müllhalde fing an. Ich war ja willig, es noch weiter zu versuchen, aber dann sah ich 3 streunende Hunde mitten im Gelände rumlungern. Da ein Hundebiss dem Bridge bestimmt nicht gut tut, habe ich vorsichtig eine kleine 180-Grad-Kurve gemacht und als mir nicht sofort die Hunde nachkamen, einen schnellen Zwischensprint zum nächsten Hotel eingelegt. Dort gab es dann ja wieder Sicherheitskräfte, die hoffentlich im Zweifel die Hunde vertrieben hätten. Aber entweder kamen sie mir nicht nach oder ich war einfach zu schnell.
Danach bin ich noch zur Abkühlung in den Pool gesprungen und jetzt sitze ich beim Frühstück und warte auf die brasilianischen Konventionskarten. Wird vermutlich nicht sehr kompliziert sein, aber spielen können die alle. Also kräftig Daumen drücken und Frühaufsteher können im BBO mitfiebern.

Jetzt kommentieren Autor: joefri 20.09.2013 02:27
18
September
2013

Ein heißer Tag

Das bezieht sich zunächst ausschließlich auf das Wetter, wie heiß der Tag am Bridgetisch wird, könnt ihr ja heute in Match 2 und 3 im BBO verfolgen.
Sonntag und Montag war es bei meinem morgendlichen Strandlauf bedeckt und hat sogar etwas genieselt, was beim Laufen sehr angenehm war. Als ich heute um kurz nach 7:00 rauskam, war strahlend blauer Himmel, Sonnenschein und bereits eine entsprechende Hitze. Zur Abwechslung bin ich heute mal Richtung Norden am Strand entlang gelaufen. Dort sind die preiswerteren Hotels als im Süden und das merkt man auch gleich an der Qualität der Strandpromenade. Sie war nicht mehr durchgehend gepflastert, sondern immer wieder von Sandstrecken unterbrochen. Diese waren aber längst nicht mehr so gut gepflegt, wie bei unserem Hotel, wo scheinbar den ganzen Tag 30 Gärtner und 20 Strandfeger bei der Arbeit sind. Wie hier wohl die Diskussion über den Mindestlohn geführt wird?
Wenn ein Strandstück mal nicht zu einem Hotel gehörte, wurde es ganz arg, da sieht es dann nämlich gleich eher nach Müllkippe aus als nach Strand.
Nach 2 Kilometern bin ich in ein einheimisches Fest geraten. Männlein, Weiblein alle mit Sarong und besticktem weißen Hemd/Bluse und auch die Kinder rausgeputzt. Für die konnte man bunte Luftballons kaufen, es gab Getränkestände und ansonsten sassen die Leute am Strand rum und schwiegen oder unterhielten sich. Ob es sich um ein Familienfest oder eine religiöse hinduistische Veranstaltung handelt, habe ich nicht rausbekommen. Zum Dazugesellen war ich in meinen Laufklamotten definitiv nicht gut genug angezogen und als ich später bei unserem Poolboy nachfragte, hatte der keine Ahnung, was es sein könnte.
Zumindest schienen die Menschen nicht aus dem Hotegewerbe zu sein. Erstens hätten sie dann arbeiten müssen und sich nicht am Strand rumtreiben können und zweitens haben sie nicht gegrüßt. Bei meinen bisherigen Strandläufen musste ich immer eine Menge Puste haben, da man pro Kilometer von schätzungsweise 20 Balinesen freundlich gegrüßt wird und ich natürlich ebenso freundlich zurückgrüße. Allerdings nur mit einem "hello" oder "good morning", ein vollständiges "Om Swastiastu" ist zu lang und zu kompliziert am frühen Morgen. Das bedeutet so ungefähr "Gott schütze dich" und entzückt jeden Balinesen, wenn ein Tourist sich so viel Mühe gibt. Weiter bin ich in der Sprache allerdings noch nicht gekommen. Aber unsere Frauen machen heute einen Ausflug mit einem deutschsprachigen Führer, vielleicht bringen sie neue Wörter mit.
Ich hoffe, sie finden beim Shopping auch Handschuhe und Pelzmäntel für uns. Die BBO-Matches fanden zumindest gestern im Kühlschrank statt. Ich habe noch nie so gefroren beim Bridgespielen. Während man beim Marsch vom Hotel zum Spiellokal sehr gemütlich unterwegs sein muss, um nicht völlig durchgeschwitzt dort anzukommen, habe ich am Tisch sofort meinen Baumwollsweater übergezogen, mehr hatte ich nicht dabei. Board für Board zog dann die Kälte durch den Körper und das Gehirn und die Hände wurden klamm. Gegen Ende der Runde waren die Finger so eingefroren, dass ich tatsächlich enorme Anstrengungen unternehmen musste, die Karten nicht fallen zu lassen.
Nach der Abrechnung war ich in voller Montur 10 Minuten auf der Terrasse zum Aufwärmen, während rund herum die Leute in kurzen Hosen und T-Shirts standen. Und ich bin normalerweise ein Freund von gut gekühlten Klimaanlagen. Aber was zuviel ist, ist zuviel! Unsere Kofferwaage hat ein eingebautes Thermometer die nehme ich heute zur Überprüfung mit. Ab wieviel Grad darf man sich an die UNO-Kommission für Menschenrechte wenden?
Jetzt hol ich mir noch eine Kaffee und studiere die Konventionskarte der neuseeländischen Gegner. Wird nicht so kompliziert sein, der Boss sagte gerade, Moskito darf ausschlafen.

1 Kommentar Autor: joefri 18.09.2013 03:47
16
September
2013

Die Spiele sind eroeffnet

Wir sind gerade von der Eroeffnungsfeier zurueckgekommen, die ersten Spieler sind auch schon im Bett.
Die Amerikaner samt Anhang hatten sich auf unsere Sitzplätze geschummelt, so dass wir zur Begrüßung kurz in der Reihe der Pakistanis sassen und den Rest der Veranstaltung stehend zubrachten. Gerade am Sonntag hatte unser Tourführer uns noch erklaert, dass es auf Bali extreme unhöflich sei, pünktlich zu einer Einladung zu kommen. Für diese Veranstaltung galt das vermutlich nicht für die Gäste, wohl aber für die dienstbaren Geister. Bis zum Ende der Veranstaltung wurden fleißig Stühle aufgebaut und mit dem letzten Tanz hätten wir dann auch sitzen können.
Es war netter als in Lille, aber schrecklich viel verpasst man natürlich trotzdem nicht. 3 balinesische Minister trugen vor, wie schön es auf ihrer Insel (und den Nachbarinseln) ist, die WBF-Präsidenten sprachen, französisches und italienisches Englisch, aber erfreulich kurz.
Balinesische Tempeltänzerinnen, der indonesische Frank Sinatra (nur deutlich jünger) und noch ein Reisfeldtanz und dann konnten wir das indonesische Dinnerbuffet stürmen, es war reichlich und sehr lecker. Wasser und Kaffee gabs gratis, Bier konnte man kaufen, mehr Alkohol war nicht vorgesehen.
Die Spielräume selbst sind groß und schön, die Temperatur fühlt sich wie deutlich unter 10 Grad an, die Klimaanlage funktioniert erstklassig. Mal sehen, wie das morgen geregelt wird. Ich habe noch nie mit Handschuhen Bridge gespielt, und ich hab auch keine dabei. Vielleicht helfen die Gegner uns, warm zu bleiben.
In 12 Stunden gehts los gegen China, BBO wird von 8 Tischen insgesamt uebertragen, aber wir kennen hier noch nicht den Line-Up. Den anderen macht der Boss gerade, aber natürlich noch streng geheim, die Chinesen könnten hier ja mitlesen.

Gute Nacht und bis morgen beim Daumen drücken.

2 Kommentare Autor: joefri 16.09.2013 16:58
14
September
2013

Grüße aus dem Paradies

Die Strapazen der Anreise haben wir hinter uns gebracht und alle deutschen Teams sind spätestens seit heute mittag komplett.
Hier vor Ort war bislang alles super organisiert. Am Flughafen in Denpasar standen gestern abend Hundertschaften mit Schildern in den Händen, die Leute abholen wollten. Aber das Schild mit dem WBF-Logo haben wir sofort erkannt und waren nach Erledigung der Einreiseformalitäten schnell beim Bus. Die Formalitäten bestanden aus Formular ausfüllen im Flugzeug, 25 US-Dollar Eintritt zahlen am Flughafen und mit der Quittung einen Stempel im Pass abholen. Das ging erstaunlich zügig, da hatte ich in anderen Ländern schon andere Erlebnisse. Nur der Teamkapitän brauchte etwas länger, weil man sich bzgl. der Echtheit seiner Dollar-Scheine, von denen er eine größere Auswahl dabei hatte, partout nicht einigen konnte. Das ganze wär vielleicht auch eine Idee für Herrn Seehofer: wenn er seine Autobahnmaut nicht bekommt, kann er ja an den Flughäfen Eintrittsgelder für Deutschland verlangen.
Wenn man bedenkt, was auf der Straße vom Flughafen zum Hotel abends um 22:30 los war, möchte ich gar nicht wissen, wie der Verkehr zu Stoßzeiten aussieht. Selber ans Steuer eines Autos setzen wird sich hier keiner von uns.
Im Hotel wurden wir mit der typischen balinesischen Freundlichkeit an der Rezeption empfangen. Ich empfinde dies immer als sehr wohltuend, wenn man sich gleich als Gast willkommen fühlen kann. Ich war auch schon in Hotels, wo man sich an der Rezeption quasi entschuldigen muss, dass man das Personal bei der Arbeit stört. Ein Boy brachte die Koffer aufs Zimmer, erklärte nach Erhalt des Trinkgeldes noch kurz die Feinheiten der Raumtechnik, ein schneller Schlummertrunk mit allen Teamkollegen und ab gings ins Bett. Nach einer Anreisezeit von 24 bis 26 Stunden mit mehreren Zügen und 2 Flugzeugen waren wir alle einfach nur müde.
Wir bekamen allerdings gerade noch mit, dass Ausschlafen heute nicht angesagt ist und wir auch keinen Wecker fürs Frühstück stellen müssen, für 08:30 war eine Tsunami-Übung angesetzt. Wir mussten allerdings nicht mitüben und auch nicht die Zimmer verlassen, aber der eine oder andere dürfte die Sirene gehört haben.
So war dann aber auch, für Bridgespieler sicherlich nicht unbedingt üblich, das ganze Team beim Frühstück. Es gab alles was das Herz begehrt im Bereich Eier, Früchte, Säfte und Brot. Käse gab es eine Sorte, eine Aufschnittplatte suchte man allerdings vergeblich. Schinken war maximal im Omelett zu finden, Sushi oder Nasi Goreng mag nicht jeder aufs Brötchen. Ich fands super und richtig scharfe frische Chilis gabs auch auf dem Buffet.
Den Rest des Mittags haben die meisten am herrlichen Strand oder an der Poolbar verbracht. Luft 31 Grad, Meer um die 25, Pool eher 28. Im Grunde ein Traum, aber ab Dienstag wird es bestimmt kälter. Nein, nicht die Luft oder das Wasser, aber die Räume hier sind extrem runterklimatisiert. Fenster soll man nicht aufmachen, sonst kommen Insekten rein und Feuchtigkeit. Im Hotelzimmer kann man die Klimaanlage ja noch ausschalten, im Spielsaal braucht man bestimmt Pullover und Schal (wohingegen für den Weg zum Spielort die Badehose sicher ausreichend wäre).
Natürlich lagen wir nicht nur auf der faulen Haut. Jeder hat nochmal brav sein System durchgelesen. Ich weiß gar nicht, zum wievielten Male in den letzten Wochen, ich hab nicht mehr mitgezählt. Ich glaube, letztes Jahr hatte ich von 80 Seiten oder so bei Roland und mir berichtet. Das war ja aber nur eine Europameisterschaft, hier ist Weltmeisterschaft und daher reden wir inzwischen über 130 Seiten. Nach dem individuellen Studium des Systems haben sich alle Paare nochmal zusammengesetzt, um abzugleichen, dass alle beide an allen Stellen das gleiche Verständnis von ihrem Bietsystem haben. Den Beweis werden wir dann hoffentlich ab Dienstag in möglichst vielen Boards ablegen können. Morgen werden wir uns zusammen erst- und vermutlich letztmalig die Gegend hier anschauen. Es ist hier fast wie im Paradies und die Insel hat bestimmt wundervolle Dinge zu entdecken. Aber dafür sind wir nicht hier. Wenn die Spiele beginnen, wird es für das jeweils aussetzende Paar fürs Ausschlafen oder einen kurzen Sprung ins Wasser reichen, große Sprünge wirds nur an den Bridgetischen geben. Wenn es denn Bridgetische gibt. Heute erzählte uns jemand, dass das Spielmaterial noch komplett beim Zoll festgehalten würde, der sich noch nicht entschieden hat, ob Screens und Karten im Land erwünscht sind. Hoffen wir mal das Beste.
So, jetzt wird es hier auf der Terrasse vermutlich gleich schlagartig dunkel, ich werde mich mal fürs Abendessen umziehen gehen. Ich hoffe auf so etwas wie "smart casual" hier im Hotel, der Anzug soll nur am Montag bei der Eröffnungsfeier und in 2 Wochen bei der Siegerehrung getragen werden.

1 Kommentar Autor: joefri 14.09.2013 12:27
13
September
2013

Fast da

Der grösste Teil der Anreise ist geschafft, wir warten jetzt in Singapur auf unseren Anschlussflug nach Bali und werden dort dann sicher bald erschöpft ins Bett fallen. Die letzten Trainingseinheiten beginnen dann erst morgen nach dem Ausschlafen.
Ich bin jetzt die ganze Woche schon um 22:00 ins Bett gegangen und um 04:00 aufgestanden. Bin mal gespannt, wie diese massive Rhythmusänderung bei der Bewältigung des Jetlagproblems hilft.
Hab dann immer brav nach dem Aufstehen eine Runde Bridge im BBO gespielt. Ging, Spass ist was anderes. Aber hier ist 04:00 dann ja 10:00, da ist schon hell und warm, da sieht das gleich ganz anders aus.
So long for now, es warten schon alle am Transferschalter auf mich

Jetzt kommentieren Autor: joefri 13.09.2013 11:21
09
August
2012

Koffer für Lille ist gepackt

Morgen früh geht es los. Koffer ist gepackt. Dienst-Anzug, Dienst-Krawatte, Dienst-Polos, Dienst-Weste, Systembeschreibung, ein Packen eigener Konventionskarten. Waschzeug, Unterwäsche und der Riesenkoffer ist auch schon fast voll. 08:54 Abfahrt in Stuttgart mit dem TGV in 3:41 nach Paris. Dort 45 Minuten zum Umsteigen. Eine Schande, durch Paris nur durchzufahren, aber das Turnier ist nun mal in Lille. Ankunft dort 14:18. Unseren Boss treffe ich vielleicht beim Umsteigen in Paris, einige sind heute schon angereist und der Rest trudelt auch morgen im Laufe des Tages ein. 5 Minuten vom Bahnhof zum Hotel, einchecken und auspacken.
Der Boss muss dann um 17:00 zum Captains Meeting. Bedeutet aber für dei Mannschaft keine Entspannung, da gleich nach dem Captains Meeting die Liste der Spieler ausgehängt wird, die direkt zum Dopingtest muss. Wer nicht da ist, muss gleich wieder heimfahren. Wer positiv getestet wird, natürlich auch. Danach können wir uns hoffentlich noch ein genütliches französisches Abendessen gönnen und am Freitag um 10:30 startet das erste Match.
Jordanien, hoffentlich zum Warmwerden. Dann mit Dänemark einen ernstzunehmenden Gegner und zum Abschluss Spanien. In Dublin hatten wir die sehr gut im Griff. Über die taktik kann ich noch nichts sagen, die muss der Kapitän uns erst noch verraten. Wobei Vorrunde gewinnen und Gegner aussuchen sicher der beste Plan ist. Der zweitbeste Plan, ist 2. bis 4. zu werden und das Achtelfinale zu erreichen. Alle anderen Pläne sind schlecht.
Das Hotel soll WLAN im Zimmer haben, alos habt ihr wieder Chancen auf den einen oder anderen Beircht aus Lille. Ob wir es wieder so ausführlich machen wie aus Dublin muss man sehen. Sind zwar nur ein paar Minuten vom Hotel zum Spiellokal, aber ob wir zwischen den Matches oder vor dem Abendessen im Hotel vorbeikommen, ist noch unklar. Kann also spät werden.

Wir bauen natürlich wieder auf eure Anfeuerungen aus der Heimat und wir werden unser Bestes geben, um die fans durch gute Ergebnisse bei Laune zu halten.

1 Kommentar Autor: joefri 09.08.2012 00:32
12
Juni
2012

Pre-Championship-Day 0 (Ankunft der Massen und Eröffnungsfeier)

Heute ist das Haus richtig voll geworden. Den ganzen Tag lang trafen Busladungen voller Bridgespieler ein. Beide deutschen Mannschaften sind vollzählig und bester Dinge. Um 17:00 trafen sich die Kapitäne, um die letzten Details der Durchführung zu erfahren. Um 19:00 war dann die offizielle Eröffnungsfeier. Viele Mannschaften sahen in Ihren Uniformen richtig gut aus, natürlich auch die beiden deutschen. Es gab einige Reden (Chairman des Turniers, Bürgermeisterin von Dublin, irischer Sportminister, Präsidentin des irischen Bridgeverbandes und Präsident der EBL), danach eine tolle irische Tanzdarbietung (jedenfalls für alle, die noch nicht zum Fußballspiel Polen - Russland abgewandert waren) und dann noch ein geselliges Beisammensein bei einem Glas Wein (ich verrate nicht, wer 2 hatte), Garnelen in Filoteig, Lachsschnittchen und Käse in Blätterteig. Einigen reichte das, andere suchten noch ein Restaurant auf und inzwischen sind alle Deutschen im Bett oder zumindest auf dem Weg dorthin. Wenn sie es noch schaffen, stellen Niko oder Boss nachher vielleicht noch ein paar Bilder ein, ich werde am Fuße dieses Artikels auch ins Bett fallen.

Morgen um 10 geht es dann endlich los gegen Griechenland, nachmittags gegen Bulgarien und ab 16:40 im BBO gegen Israel. Sicher eine erste Bewährungsprobe, mehr oder weniger spielt dort das Team, das letztes Jahr das Transnational in Veldhoven gewonnen hat.

Gute Nacht und vergesst morgen nicht das Daumendrücken.

1 Kommentar Autor: joefri 12.06.2012 23:47
11
Juni
2012

Pre-Championship-Day -1 (erster Bericht aus Dublin)

Die ersten Spieler und Offiziellen sind inzwischen in Dublin angekommen, langsam aber sicher füllt sich das Hotel. Nachdem wir gestern an der Rezeption schon etwas um unsere Zimmer kämpfen müssten, bin ich sehr gespannt, ob tatsächlich alle unterkommen.
Roland, Josef, Niko, Anja und Anne habe ich schon getroffen, die haben alle ein Zimmer und ein Bett.
Das Hotel ist ein schönes altes Landhotel, im Gründe sehr gemütlich, aber halt riesengroß. Mal eben aufs Zimmer gehen, um etwas zu holen, will gut überlegt sein.
Das Essen im Hibernian Bistro fand ich eher mässig. Pizza a'la Pizza Hut, ein Bürger von hervorragendem Fleisch, leider ungewürzt und völlig totgebraten. Soup of the Day war ganz okay. Heute beim Asiaten war das Essen dafür hervorragend. Da gehen wir jederzeit wieder hin.
Könnte allerdings die nächsten Tage schwierig werden. Das Hotel ist 20 km außerhalb von Dublin, nur ein winziges Kaff in der Nähe. Und Platz für 700 Bridgespieler haben die definitiv nicht in den beiden Lokalen, selbst wenn die einzelnen Konkurrenzen hintereinander essen. Wohl dem, der ein Auto hat, ansonsten werden sich die Taxifahrer die nächsten beiden Wochen freuen.

Das Spiellokal ist nur 150 Meter vom Hotel, aber wenn es regnet, wird man auf jeden Fall nass. Heute war zum Glück ein warmer Sonnentag, um die Gegend etwas zu erkunden. Der eine oder andere hat den Tag auch für 18 Löcher auf dem das Hotel umgebenden Golfplatz genutzt.

Spiellokal besichtigen ging noch nicht, obwohl eigentlich heute morgen um 9:00 Uhr laut Programm alles offen sein sollte. Gestern Abend sah es dort aber noch aus, als ob eine Bombe eingeschlagen wäre und die Turnierleiter und Helfer werden noch einen harten Tag vor sich haben. Morgen ist tagsüber die Registrierung vorgesehen, nachmittags das Captain's Meeting und um 19:00 Uhr die große Eröffnungsfeier.

Was macht man als Spieler 2 Tage vor Turnierbeginn? Entspannen, früh schlafen gehen und spät aufstehen um den verpassten Schlaf der letzten Wochen nachzuholen. Den ganzen Ärger aus dem Büro langsam aber sicher vergessen, ein paar letzte Kontrolle-Lesungen des Systems, ob auch wirklich alles sitzt. Und warten, wie sich langsam aber sicher eine Spannung vor dem ersten Match aufbaut. Wie ein Rennpferd am Start, das endlich loslaufen möchte. Und natürlich mit den Bridgespielern der anderen Nationen quatschen. Alte Freunde Wiedersehen, neue kennenlernen.
Und eben gerade habe ich einem irischen Taxifahrer Bridge erklärt. Er hat die niederländischen Damen von einem Einkaufsbummel nach Hause gefahren und muss so beeindruckt gewesen sein, dass er sofort das Spiel lernen wollte.

Ich warte jetzt noch auf meinen Partner Roland, wir gehen noch einmal gemeinsam das System durch um an 4 oder 5 interessanten Stellen sicher zu sein, dass wir im Ernstfall auch gleich Reizen nd uns verstehen. Den Rest haben wir lange vor dem Turnier erledigt. Feintuning des Systems, ausprobieren und verbessern und ca. 800 Hände im BBO gereizt. Wir reden über 81 DinA4-Seiten. Das mag dem normalen Clubspieler unglaublich viel erscheinen. Ich habe aber gestern mit jemandem gesprochen, der ca. 200 Seiten System hat und es gibt auch Paare mit noch deutlich mehr. Vielleicht haben die aber auch einen dickeren Kopf, es muss ja auch alles reinpassen, drinbleiben und im richtigen Moment richtig abgerufen werden. Sonst gehen die IMPs auf die falsche Seite.

Soviel für euch als erster Eindruck vor Ort. von mir vielleicht morgen nochmal, dann werde ich das Berichten den Kapitänen überlassen und mich ausschließlich aufs Spielen konzentrieren.

4 Kommentare Autor: joefri 11.06.2012 21:44
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